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Dany A.
Dany A.
Dany A.

“Ich hatte mit vielen Vorurteilen zu kämpfen.”

Ich bin Dany A., 20 Jahre alt und komme aus Damaskus in Syrien. Im Jahr 2018, am selben Tag an dem ich meine letzte Abiturprüfung schrieb, bin ich nach Deutschland gekommen. Drei Jahre zuvor, im September 2015, waren bereits meine Mutter und meine beiden Geschwister als Geflüchtete nach Deutschland gekommen. Ich selbst kam dann später als Familiennachzug hinterher. Damals war ich 17 Jahre alt und noch war mir unklar, was mich in diesem neuen Land erwarten würde.

Mein Ziel war es schon immer, Humanmedizin zu studieren. Dieses Ziel ist allerdings in Deutschland nicht so leicht umzusetzen. Natürlich ist in einem neuen Land die Sprache das größte Hindernis. Es stellte sich zudem in meinem Fall die große Frage, ob mein Abitur anerkannt wird oder ob ich noch einmal zur Schule gehen muss, um das Abitur nachzuholen. Außerdem hatte ich mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Beispielsweise, dass ich das Studium nicht schaffen würde und lieber arbeiten oder eine Ausbildung machen solle, statt zu studieren.

Nachdem ich meinen B1-Kurs erfolgreich abgeschlossen hatte, kam ich zur Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H). Aus Mitteln des Bundesprogramms Bildungsberatung GF-H wurden der studienvorbereitende C1 Intensivdeutschkurs, sowie der TestDaF-Vorbereitungskurs in Bielefeld finanziert. Außerdem wurden die Kosten für zwei zulassungsrelevante Deutschprüfungen (TestDaF und DSH) übernommen und alle begleitenden Kosten, wie z.B. die Fahrtkosten zu den einzelnen Maßnahmen.

Die Bildungsberatung GF-H hat mir, nachdem ich mit den Sprachkursen fertig war, die Möglichkeit gegeben, einen Vorbereitungs-kurs für das Medizinstudium zu besuchen. Dieser Kurs fand in Hamburg statt. Die Kursgebühren wurden ebenfalls vom Bundesprogramm GF-H übernommen. Ich erhielt sowohl Leistungen für die Unterkunftskosten am Kursort, als auch für den Lebensunterhalt. Der Vorbereitsungskurs einschließlich der Vorbereitung auf den TestAS erhöhten meine Chance auf eine Zulassung zum Medizinstudium.

Die Kosten für den TestAS und die Studienbewerbungen wurden ebenfalls durch das Bundesprogramm GF-H übernommen. Ich danke der Bildungsberatung GF-H und vor allem Frau Vohlken und Herrn Sokona. Ohne deren Unterstützung hätte ich den Weg zum Studium nicht geschafft. Die Beratungen haben mir immer aufgezeigt, wo ich gerade stehe und was ich noch tun muss, um mein Ziel zu erreichen. Die Berater*innen haben gemeinsam mit mir einen Bildungsplan erarbeitet und sichergestellt, dass ich mein Ziel bestmöglich und schnellstmöglich erreichen konnte. Schließlich war ich bereit, mein Studium zu beginnen.

Zwischenzeitlich hatte ich das Problem, dass mein Aufenthaltstitel ablief und ich in Gefahr geriet, in die Duldung überzugehen. Die Bildungsberater*innen konnten mich diesbezüglich umfassend beraten und mir sagen, was ich tun muss, damit dies nicht passiert. Im Sommer 2020 habe ich mehr als 25 Bewerbungen an verschiedene staatliche Universitäten deutschlandweit verschickt und bekam nachher sieben Zulassungen für den Studiengang Medizin. Am Ende entschied ich mich für die Universität Essen-Duisburg.

Nun bin ich am Anfang meines zweiten Semesters nach einem erfolgreichen Erstsemester. Leider hat die derzeitige Pandemie meinen Studienbeginn eingeschränkt. Dies hat aber trotzdem nicht meine Lust und Freude auf diesen neuen Anfang beeinträchtigt. Dieses Semester werde ich mich wahrscheinlich mit in der Fachschaft engagieren und einen Minijob als Assistent in einer Fachklinik beginnen. So weit hätte ich es nie geschafft, wenn ich zuvor die Hoffnung verloren hätte bzw. aufgegeben hätte. Dank der Bildungsberatung GF-H konnte dies nie passieren.

Die GF-H-Bildungsberatung unterstützt bzw. fördert einen, aber erwartet auch, dass man diese Hilfe entsprechend annimmt. Das bedeutet, dass Fleiß und harte Arbeit von einem selbst wichtige Bestandteile der Förderung sind und zum Erfolg beitragen. Weitere wichtige Aspekte sind Geduld und Selbstvertrauen. Ich bin der Meinung, dass jeder sein Ziel erreichen kann. Man muss seinen Weg selbst erkennen und versuchen, Hindernisse und Schwierigkeiten ohne Angst zu überwinden.

An dieser Stelle danke ich Gott, der Bildungsberatung GF-H, meiner Familie und auf jeden Fall Deutschland. Ich hoffe, dass ich irgendwann etwas zurückgeben kann. Sowohl in der Zukunft in meinem Beruf als Arzt, als auch jetzt schon, indem ich mit meiner Erfahrung anderen Stipendiaten zeigen kann, wie sie ihr Ziel erreichen können. 

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