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Dany A.

„Dem Traum als Lehrerin in Deutschland zu arbeiten nähergekommen.“

Meine Geschichte in Deutschland ist nicht besonders, aber deswegen kann sich fast jeder in dieser Geschichte selbst erkennen. Bis zu meinem 25. Lebensjahr habe ich in Russland mit meiner Familie gelebt und habe immer gewusst, dass wir alle irgendwann nach Deutschland als Spätaussiedler ziehen. „Irgendwann“ ist für mich relativ spät geschehen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon die Universität absolviert und habe zwei Jahre als Lehrerin gearbeitet.

Man sagt „Jeder Anfang ist schwer“. Für mich war es noch schwerer, alles hinter mir zu lassen und wieder von null, im Alter von 25 Jahren, neu zu beginnen. Gleichzeitig habe ich gedacht, dass es eine schöne Chance für mich ist, meinen großen Traum zu erfüllen. Deshalb würde ich sagen, dass mein Weg in Deutschland mit einem Traum angefangen hat. Mit dem Traum Lehrerin zu werden…

Überraschung? Denke ich schon. In Russland habe ich Geoökologie studiert, aber im vierten Semester habe ich bemerkt, dass ich mehr Interesse an der Arbeit mit Studenten an der Uni habe. Mir wurde bewusst, dass meine Leidenschaft nicht zu 100 Prozent für die Arbeit im Ökologiebereich schlägt, sondern darin liegt, dies zu unterrichten. Ich wurde Assistentin eines Dozenten an der Uni und danach habe ich als Geografielehrerin gearbeitet. Meine Arbeitserfahrung hat mir bewiesen, dass die Arbeit mit den Kindern und Schülern meine große Leidenschaft ist. Als ich nach Deutschland kam, hatte ich nicht viel „Gepäck“. Ich hatte die Uni abgeschlossen, hatte Arbeitserfahrung als Lehrerin, geringe Deutsch- und gute Englischkenntnisse.

Mein Traum war es, auch in Deutschland als Lehrerin zu arbeiten. Ich musste weitere Maßnahmen ergreifen: Sprache beherrschen, Informationen zum Bildungssystem sammeln, ausreichende Beratungen zum Thema Studium bekommen. Meine Verwandten, die schon ca. 30 Jahre in Deutschland leben, hatten mir empfohlen, mich bei der GF-H-Bildungsberatung in Hessen anzumelden. Bei meiner ersten Beratung hat mir Frau Ramm hilfreich zur Seite gestanden. Ab diesem Moment hatte ich keinen Traum mehr, sondern ein klares Ziel. 

Nach meinem Einstufungstest bekam ich die Möglichkeit an den Kursen B2 zu C1 in der Stadt Marburg teilzunehmen. Zu dieser Zeit stand mir Frau Ramm regelmäßig in einem persönlichen Gespräch zur Verfügung. Wenn die Notwendigkeit bestand, konnte ich Frau Ramm jederzeit telefonisch kontaktieren. Ich hätte mein Ziel ohne die finanzielle Unterstützung nach den Richtlinien des GF-H und die kompetente Beratung von Frau Ramm nicht erreichen können. Um einen Platz an der Universität zu bekommen, musste ich meine Sprachkenntnisse mit einem Zertifikat TestDaF beweisen. Ich benötigte für das Studium als Lehrerin in allen Bereichen der Prüfung die Note 4. Leider hatte ich dies zunächst nicht erreichen können. 

In einem Teil bekam ich die Note 5 und im anderen die Note 3. Dadurch, dass nicht der Durchschnitt, sondern jede einzelne Note anerkannt wurde, konnte ich mein Studium nicht beginnen. Dies war ein herber Rückschlag für mich, da mein Ziel für mindestens ein Jahr verschoben wurde. Ich hatte auch ein schlechtes Gewissen, da die Beraterin für mich so viel gemacht hatte. Von ihr habe ich aber volle Unterstützung bekommen und sie hat mir Mut gegeben weiterzumachen. Durch sie bekam ich Angebote für Seminare von dem Otto Benecke Stiftung e.V. Diese Möglichkeit habe ich sehr gerne wahrgenommen. Ich war bei vielen Seminaren, die alle verschiedensten Themen behandelt und das gelehrt haben, was Menschen mit Migrationshintergrund für einen guten Start im Studium oder in der beruflichen Laufbahn benötigten. Ich verwende ständig die Kenntnisse, die mir vermittelt wurden in meinem alltäglichen Leben (Schreibwerkstatt - Wissenschaftliches Schreiben im Studium; Fit für das Studium; Erfolgreich kommunizieren in Deutschland; Projekt- & Studienmanagement; IT-Kurs - Studieren mit PC, Tablet und Smartphone; Prüfungsvorbereitung und Testverfahren; Bewerbungstraining für Praktika und Studentenjob).

Zudem war es eine tolle Erfahrung und ich konnte Deutschland entdecken und neue Freundschaften knüpfen. Für mich war dies immens wichtig, da ich zu diesem Zeitpunkt wenig Kontakt zu Gleichaltrigen hatte. Als alle Seminare vorüber waren, startete ich meinen zweiten Versuch bei TestDaF. Dieser war erfolgreich und ich konnte mich an der Universität bewerben. Gerade in diesem Zeitraum bin ich von Hessen nach Thüringen gezogen. Als ich auf der Suche nach Studienangeboten war, die zu mir passen, kam eine weitere Überraschung auf mich zu. Es gab einen Numerus Clausus (NC) für meine Studienrichtung. Das hatte ich nicht erwartet, da ich dies in Hessen für diese Studienrichtung nicht benötigte. ´

Zum Glück hat die Universität Erfurt alle nötigen Dokumente selbst geprüft. Da meine durchschnittliche Note in Russland „sehr gut“ war, habe ich die Chance ergriffen und zusammen mit meinen anderen Dokumenten habe ich die Voraussetzungen zum Studium an der Universität Erfurt erfüllt. Zurzeit studiere ich als Hauptfach Primare und Elementare Bildung (Lehramt Grundschule) und als Nebenfach Slawistik und habe mein viertes Semester bewältigt. Ich konnte in den letzten Jahren schon viel schaffen, um mein Ziel zu erreichen, aber ich habe noch einen gehörigen Weg vor mir. Diesem sehe ich mit Zuversicht entgegen.

Den Menschen, die nach Deutschland ziehen wollen, möchte ich mitteilen, dass es sich lohnt ihren Traum zu erfüllen. Der Umzug nach Deutschland, ist ein großer, aber nicht der letzte Schritt.

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