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Alexander Eremeev
Alexander Eremeev
Alexander Eremeev

Jeder von uns hatte Zweifel, ob wir nicht besser zurückgehen sollten

Ich komme aus Russland. Bereits Mitte der 1990er Jahre hat meine Oma für die gesamte Familie die Ausreise nach Deutschland beantragt. Aber es hat länger als ein Jahrzehnt gedauert, bis wir nach Deutschland kommen durften. In dieser Zeit habe ich zuerst die Schule und danach mein Studium als Mathematiker und Programmierer mit Diplom mit Auszeichnung abgeschlossen. Nach dem Studium habe ich bereits zwei Jahre in meinem Beruf gearbeitet.

Als wir die Einladung nach Deutschland dann überraschend bekamen, hatte ich zunächst keine Motivation und Lust nach Deutschland zu gehen. Da ich aber der einzige Mann in meiner Familie bin und alle anderen auswandern wollten, habe ich mich doch entschieden mitzugehen.

Im Juli 2009 bin ich mit meiner Familie von Sankt Petersburg nach Deutschland gekommen. Ich war damals 23 Jahre alt und konnte kein Wort Deutsch. Das war natürlich sehr schwer, nicht nur für mich, sondern für die ganze Familie. Nur meine Schwester konnte etwas Deutsch, aber das hat nicht wirklich geholfen. Jeder von uns hatte Zweifel, ob wir nicht besser zurückgehen sollten.

Ich wollte sofort mit einem Sprachkurs anfangen. Mir war klar, dass man sich ohne Deutschkenntnisse nicht integrieren kann. Ich mag Lernen und es fällt mir leicht. Als mein Integrationskurs begonnen hatte, wurde alles viel leichter. Nach einem halben Jahr wollte ich schon nicht mehr nach Russland zurückgehen. Nach dem Integrationskurs habe ich zwar ein B1-Zertifikat bekommen, aber ich brauchte noch bessere Deutschkenntnisse, um gute Chancen in Deutschland zu haben. Deshalb war für mich der nächste Schritt klar: ein Sprachkurs der Otto Benecke Stiftung (OBS). Ich hatte schon davon gehört und wusste, dass die Sprachkurse der OBS einen sehr guten Ruf haben. Ich meldete mich bei der Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H) zur Beratung an und wurde zur Förderung zugelassen.

Und so besuchte ich für sechs Monate einen Sprachkurs in Leipzig. Diese Zeit war wunderschön und, was viel wichtiger ist, nützlich. Wir waren ein sehr nettes Kollektiv und hatten sehr gute Lehrerinnen. Dank unserer Lehrerinnen habe ich nicht nur sehr gute Deutschkenntnisse erworben, sondern auch viel Interessantes über Deutschland und die Menschen in der Bundesrepublik gelernt.

Dann kam der nächste und wahrscheinlich wichtigste Schritt. Was mache ich weiter, wenn ich jetzt schon gut Deutsch kann - ein neues Studium beginnen, ein Praktikum suchen, oder etwas ganz anderes? Der Berater der Bildungsberatung GF-H empfahl mir über ein Praktikum direkt einen Arbeitsplatz zu suchen. Das ist leicht gesagt, aber wie macht man das? Ehrlich gesagt hatte ich Angst davor, weil ich wenig Kenntnisse über den deutschen Arbeitsmarkt und die Anforderungen an eine Bewerbung hatte. Aber da haben mir wieder der Berater und die OBS geholfen. Auf Empfehlung meines Beraters habe ich auch ein Seminar der OBS besucht und da bekam ich Antworten auf meine noch offenen Fragen. Jetzt war ich mir sicher, dass ich gute Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt habe und wollte mich unbedingt bei einer Firma bewerben.

Die nächsten Monate war ich auf der Suche nach einer Arbeit. Das war eine neue Etappe meines Lebens in Deutschland und sehr interessant, obwohl auch sehr stressig - neue Erfahrungen, neue Kenntnisse, neue Abenteuer.

Seit ein paar Monaten arbeite ich als Softwareentwickler bei einer Firma in Nürnberg und mache das, was ich viele Jahre gelernt und studiert habe und was mir Spaß macht. Ich bin stolz, dass ich in so kurzer Zeit so viel in Deutschland erreicht habe und mich jetzt hier zu Hause fühle. Wenn man motiviert ist und das macht, was man mag, dann gibt es keine Grenzen für seine Entwicklung.

Alexander Eremeev arbeitet jetzt als Softwareentwickler.

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