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19. Februar 2026

Pressemitteilung vom 19.02.2026: Wenn Sprache fehlt, bleibt Teilhabe aus

Die geplanten Kürzungen bei Integrations- und Sprachkursen stoßen auf scharfe Kritik der Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H). Sie warnt vor einem integrationspolitischen Rückschritt und sieht die Bundesregierung in der Verantwortung

Wenn Sprache fehlt, bleibt Teilhabe aus: Kürzungen bedrohen
Bildungswege junger Zugewanderter

Düsseldorf, 19.02.2026: Die geplanten Kürzungen bei Integrations- und Sprachkursen stoßen auf scharfe Kritik der Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H). Sie warnt vor einem integrationspolitischen Rückschritt und sieht die Bundesregierung in der Verantwortung.

Die Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H) blickt mit großer Sorge auf die geplanten Kürzungen im Bereich der Integrations- und Sprachkurse. Denn diese sind und bleiben ein Schlüssel für Teilhabe, Arbeit und sozialen Zusammenhalt - gerade für junge Menschen, die ihre Zukunft in Deutschland gestalten möchten. Gleichzeitig steht das Bundesprogramm Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule (GF-H) seit Jahren unter erheblichem finanziellem Druck. Trotz zugesagter Mittel im Bundeshaushalt 2026, stehen diese dem GF-H immer noch nicht zur Verfügung. Diese Entwicklung gefährdet nachhaltig die Bildungs- und Zukunftsperspektiven junger Menschen mit Migrationsgeschichte.

Sprachkurse, wie der GF-H sie anbietet, sind eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Integration, Bildungszugang und berufliche Teilhabe. Fehlen sie, drohen insbesondere junge Zugewanderte von zentralen gesellschaftlichen Bereichen
ausgeschlossen zu werden. Ohne ausreichende Sprachförderung bleiben schulische und akademische Bildung, soziale Kontakte sowie der Einstieg in Ausbildung und Arbeit für viele unerreichbar.

„Wenn Sprachkurse und Integrationsangebote restriktiver bewilligt oder ganz versagt werden, bedeutet das für viele unserer Ratsuchenden faktisch einen gezielten Ausschluss aus der Gesellschaft“, sagt der Leiter der Koordinierungsstelle
Bildungsberatung GF-H Dr. Michael Herkendell.

Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftebedarfs und der gesellschaftlichen Integrationsaufgaben sendet eine Kürzung dieser Angebote ein fatales Signal. Statt Zugänge zu Bildung zu stärken, werden bestehende Hürden weiter erhöht.

Die Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule fordert daher:

  • die Rücknahme der geplanten Kürzungen bei Integrations- und Sprachkursen

sowie

  • eine verlässliche, auskömmliche und langfristig gesicherte Finanzierung der Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule.

Nur durch stabile Förderstrukturen können junge Zugewanderte nachhaltig beim Zugang zu Bildung, Studium und Arbeitsmarkt unterstützt und ihre Potenziale für die Gesellschaft erschlossen werden. Wer an dieser Stelle spart oder ausschließt, schadet
nicht nur den Betroffenen, sondern schwächt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und verzichtet auf dringend benötigte Fachkräfte.

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