03. Juli 2023
GF-H: Bedarf an Bildungsberatung steigt rasant (Juli 2023)
Krieg und Flucht wirken sich auf das Migrationsgeschehen und den Bedarf an Bildung aus. Die GF-H-Bildungsberatung erlebt zurzeit einen Boom an Nachfrage.
Im Jahr 2022 wurden 6.868 junge Zugewanderte zur Fortsetzung akademischer Qualifizierungen beraten und gecoacht. Im Jahr 2023 waren es bereits nach sechs Monaten knapp 5.000 junge Menschen. Dabei setzt die Mehrheit eine Qualifizierung in technischen, naturwissenschaftlichen oder medizinischen Fächern fort. Fächer, in denen der Fachkräftebedarf besonders groß ist. Im ersten Halbjahr 2023 besuchten 1.582 angehende Akademiker*innen studienvorbereitende Deutschsprachkurse. Darunter etwa 2/3 ukrainische Kriegsflüchtlinge. Um dem steigenden Bedarf 2023 zu entsprechen, hat das BMFSFJ die Mittel für Bildung und Stipendien bis Ende Mai fast verdoppelt. Sie werden voraussichtlich bis August 2023 reichen.
Bildungsberatung und Förderung im GF-H kommen insbesondere den vor Kriegen geflüchteten Menschen zugute. Der GF-H eröffnet Perspektiven auf einen hochqualifizierenden Abschluss, auf gesellschaftliche und berufliche Teilhabe und er hilft, kriegsbedingte Not zu lindern.
