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20. März 2025

Vier Forderungen an die zukünftige Bundesregierung

Der Garantiefonds Hochschule (GF-H) stellt vier zentrale Forderungen an die nächste Bundesregierung, um Migration und Integration erfolgreich zu fördern und den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Stabile Finanzierung, Aufstockung der Mittel, Anerkennung der Bildungsberatung und politische Wertschätzung des GF-H als wichtigen Bestandteil der Fachkräftesicherung für Deutschland.

Wie Migration und Integration erfolgreich gefördert werden kann

Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) kommt zu dem Schluss, dass Zuwanderung helfen kann, die Folgen der demografischen Alterung auf dem Arbeitsmarkt abzumildern. Ohne Zuwanderung würde der Rückgang der Erwerbsbevölkerung bis 2027 deutlich zunehmen. Bereits 2018 verringerte der demografische Wandel das Beschäftigungswachstum um 80.000 Personen; bis 2027 könnten es 221.000 sein. Schon heute fehlen 123.000 Fachkräfte in akademischen MINT-Berufen. 

Die hohe Zuwanderung im Jahr 2022 infolge des Ukraine-Kriegs hat jedoch auch verdeutlicht, dass Migration diese Entwicklung abschwächen kann.

Diese Erkenntnisse scheinen sich auch in den Koalitionsverhandlungen widerzuspiegeln. So heißt es im Sondierungspapier von CDU/CSU und SPD: 

„Wir wollen ein einwanderungsfreundliches Land bleiben und eine qualifizierte Einwanderung in unseren Arbeitsmarkt attraktiv machen. […] Wir werden den gesamten Fachkräftegewinnungsprozess vereinfachen und durch umfassende Digitalisierung beschleunigen. Dabei beziehen wir die Berufsanerkennung ausdrücklich ein.“ 

Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es jedoch klare und verlässliche Perspektiven für die Akteure, die sich täglich für die Integration von Zugewanderten in den deutschen Arbeitsmarkt und die Gesellschaft einsetzen. 

Der Garantiefonds Hochschule (GF-H) berät und begleitet seit über 50 Jahren junge Zugewanderte, die in Deutschland ihr Hochschulstudium aufnehmen oder fortsetzen wollen. Knapp 65 Prozent der Geförderten der letzten Jahre haben ein Studium in den MINT-Fächern, der Medizin, den Ingenieurwissenschaften oder den Wirtschaftswissenschaften aufgenommen. Damit werden die vom GF-H geförderten Personen künftig in Berufen arbeiten, in denen der Fachkräftemangel besonders gravierend ist.

Damit wir diese äußerst wichtige Arbeit auch in den kommenden Jahren erfolgreich fortsetzen können, fordern wir von der nächsten Bundesregierung: 

  1. Sicherung der langfristigen Finanzierung
    Planbare und stabile Mittel für die kommenden Jahre sind notwendig, um die Arbeit des GF-H effektiv fortzuführen. 
  2. Aufstockung der finanziellen Mittel
    Die vorhandenen Ressourcen aus dem Kinder- und Jugendplan (KJP) reichen nicht aus, um den bestehenden Bedarf zu decken.
  3. Anerkennung der individuellen Bildungsberatung als Kernelement
    Die interpersonale Entwicklung und Umsetzung individuell zugeschnittener Bildungswege erfordert langfristige Planungssicherheit und stabile Strukturen.
  4. Politische Anerkennung des GF-H
    Der GF-H sollte als europaweit einmaliges und wichtiges Instrument in der deutschen Migrations- und Fachkräftesicherungspolitik anerkannt werden. 

Im Instrumentenmix der Migrationsprogramme des Bundes leistet der Garantiefonds Hochschule einen entscheidenden Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe und beruflichen Perspektive junger Geflüchteter. Der GF-H arbeitet effizient und wirtschaftlich und trägt gleichzeitig zur Reduktion des Fachkräftemangels in Deutschland bei.

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